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5Volt Stabi

Der selbst balancierende einachsige Elektro-Roller

Postby guenter » Tue Jun 30, 2009 12:00 am

Hallo NG,

beim Studieren des Schaltplans, ist mir das Stabi IC6 aufgefallen. Das soll die 24 Volt Batteriespannung auf 5 Volt runterbraten. Klar kann das bei geringen Strömen klappen, aber "hübsch" ist das nicht. Ebenso gilt es zu bendenken, daß Erweiterungen erwünscht sind und ev. weitere 5 Volt Lasten dazukommen.
Wäre da ein Schaltregler (LM2574 o. ä.) nicht besser?
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Postby thomas scherer » Tue Jun 30, 2009 12:00 am

Prinzipiell ist die Überlegung absolut richtig. Allerdings wird bei maximal etwa 1 h Betrieb nicht allzu viel Leistung verschwendet. Ich weiß zwar nicht, was die Elektronik genau zieht, aber wenn man mal großzügig von 100 mA ausgeht und einen Spannungsabfall von grob 20 V am Regler hat, werden in dieser Stunde ca. 2 Wh unnütz verbraten. Ein Schaltregler würde ca. 1 Wh verheizen und somit entstehen 1 Wh Differenz. Angesichts von über 220 Wh in den Akkus also weniger als 0,5% vermeidbarer Verlust. Dafür sind die Regeleigenschaften des analogen Reglers besser (was aber m.E. nicht zwingend erforderlich wäre).
Wie dem auch sei: Wenn man umfangreicheres Zubehör aus den Akkus speisen will, dann empfiehlt sich sowieso eine extra Stabilisierung, damit Steuerungslogik und Zubehör getrennt versorgt werden, was zuverlässiger ist. In dem Fall, wenn man z.B. Beleuchtung (LEDs) dran treiben will, dann könnte man hier einen einfachen Schaltregler zusätzlich einsetzen.

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Postby guenter » Tue Jun 30, 2009 12:00 am

Thomas!!!

wenn demnächst schätzungsweise 100.000 Wheelies durchschnittlich 4 Stunden täglich unterwegs sind, macht das: 1Wh x 4 x 100.000 = 400 kWh x 365 Tage = 146 Megawattstunden im Jahr!!!

Die Sensoren würden mich eher davon abhalten. Könnte der Elektrosmog der Spule die Lageelektronik beeinflussen? Die Restwelligkeit wäre warscheinlich kein Problem, da die Sensoren ja eh über den LP2980 zusätzlich stabilisiert sind.

BTW: Brazelt da nicht die PWM der Motoren auch rein? Abschirmung habe ich auf den Fotos nicht entdeckt.
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Postby thomas scherer » Tue Jun 30, 2009 12:00 am

Tja, bei 146 Megawattstunden!
Das habe ich nicht bedacht.
Da könnten ja dann die Gletscher schmelzen, während diese Wheelie-Armada unterwegs ist und dann steigt der Meeresspiegel, Norddeutschland braucht dann Schwimm-Wheelies und Das Elektor-House ist dann nicht nur eine Wasserschloss, sondern das einzige trockene Überbleibsel der Niederlande.
Wenn das so ist...
Aber stimmt, Du hast recht: Die PWM der Motoren macht soviel Schmutz, da geht das bisschen eines Schaltreglers drin unter. Von daher war das kein ernsthaftes Argument für analoge Stabilisierung von mir

Also: Bei zusätzlichem Strombedarf einfach einen Schaltregler nachrüsten. Platz ist ja genug im Gehäuse.

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Postby guenter » Tue Jun 30, 2009 12:00 am

Hallo Thomas,

laut Datasheet ist der IDG-300 bei Elektrosmog relativ hart im nehmen. Das hat mich überrascht. Die Bias-Drift sei eher ein Problem, da bin ich jetzt auf die Software gespannt...
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Postby thomas scherer » Wed Jul 01, 2009 12:00 am

Soviel weiß ich aus eigener Anschauung:
Beim Einschalten kalibriert sich das Wheelie selbst und stellt alle Nullpunkte ein (so wie man die Plattform dann stellt ist dann waagrecht).
Folglich müssten ja dann die Offsets alle kompensiert sein.
Eine Drift ist beim Gyroskop = Winkelratensensor ja kein wirkliches Problem, da es sich ja nicht um Absolutwerte handelt, sondern quasi um ein differenziertes Maß (Änderungsgeschwindigkeit). Das kann man recht einfach handeln (zumindest meiner Meinung nach). Das erledigt ein Mikrocontroller mit links.

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Postby guenter » Wed Jul 01, 2009 12:00 am

rein zum Verständnis:

man müsste nach einer bestimmten Fahrzeit absteigen und wieder frisch "Nullen" ?
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Postby thomas scherer » Wed Jul 01, 2009 12:00 am


Nette Vorstellung...

Ein, das Signal muss man ja nur das Äquivalent von hochpaßfiltern und schon spielt Drift keine Rolle mehr. Man will ja nur die Veränderung als Maß haben.

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