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Achslager verbessern?

Fragen, Erfahrungen und Tipps – von Lesern für Leser

Postby rschmid » Tue Mar 25, 2008 12:00 am

Hallo Gemeinde,

ich lese hier immer wieder, dass Ihr die Achsen verbessert oder verbessern wollt.

Gibt es davon Bilder?
Wie groß sind Aufwand und Preis?

Ich kenne mich mechanisch nicht so gut aus - und kann mir das kaum vorstellen.

Robert
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Postby pk1 » Tue Mar 25, 2008 12:00 am

Hallo Robert,

Ernst L. (zuzuzu) hat darüber etwas geschrieben:

http://www.elektor.de/StreamFile.lynkx?path=Uploads/Forum/Posts/Eine_20Story_20_fcber_20Colinbus_20und_20wie_20ich_20die_20Maschine_20zum_20laufen_20brachte.pdf

und hier:

http://www.elektor.de/forum/foren-ubersicht/foren-zu-elektor-projekten/kupplung-fur-y-und-x-achse-und-geanderte.335733.lynkx

Ich habe die Änderungen an X- und Y- Achse inzwischen auch durchgeführt:

1. Das einfache Kugellager gegen ein Paar gegeneinander verspannter Lager ausgetauscht. Dazu muss der Rezess am Spindelende verlängert und ein neues Lagergehäuse gedreht werden.

2. Die Wellenkupplung gegen eine winkelflexible ausgetauscht. (Bilder hier im Forum)

3. Motorlagerung einstellbar gemacht.

4. Seilverspannung der Y-Achse

5. Anderes Schmiermittel (keine Vaseline)

Die meisten Arbeiten sind im Forum mehr oder weniger ausführlich beschrieben. Sie sind recht zeitaufwändig und ohne Dreh- /Fräsmaschine kaum zu machen.

Gruß

Peter
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Postby rschmid » Sun Mar 30, 2008 12:00 am

Hallo Peter,

ich hatte eher die Lager der Achse gemeint (also Profilschiene, Linearwelle oder ähnliches). Genau wie es jetzt Sudar mit dem französischen Link gepostet hat!

Aber wo wir dabei sind: Benötigst Du die verspannten Kugellager wegen der fehlenden Fixierung in Achsrichtung bei den winkelflexible Wellenkupplung. Oder hat das noch einen anderen Grund?

Robert
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Postby pk1 » Mon Mar 31, 2008 12:00 am

Hallo Robert,

bei starrer Wellenkupplung übernimmt der Spindelmotor mit seinen zwei Lagern die Kontrolle über das axiale Spiel, allerdings nicht sehr zuverlässig, da das Loslager des Motors nur mit geringem Federdruck vorgespannt ist.
Wenn eine Trennkupplung verwendet wird, reicht das verbleibende Lager am Spindelende nicht, da es allein ein deutliches Axialspiel hat.
Zum Thema "Linearführung": Es hat einige Umbauten mit Linearführungen und andere mit Seilverspannungen gegeben. Ich habe mich für letztere Lösung entschieden, da sie bezahlbar war und hinreichend stabil. Wer Alu fräsen will, wird auch mit Linearlagern nicht ganz zufrieden sein, da der Rest der Maschine dafür nicht ausgelegt ist. Für Kunststoffe, PCBs, Holz reichen auch die vorhandenen Profil-Rollenlager - sofern sie richtig eingestellt sind.

Gruß

Peter
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Postby rschmid » Mon Mar 31, 2008 12:00 am

Hallo Peter,

ich habe einen Schrittmotor zerlegt - und verstehe was Du meinst.

Mit flexiebler Kupplung allein, wird das Axialspiel völlig unbrauchbar.

Hättest Du eine Skizze der verspannten Kugellager für mich. Ich würde das gerne nachbauen.

Danke, Robert
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Postby pk1 » Mon Mar 31, 2008 12:00 am

Hallo Robert,

ich habe die Lagerung kurz skizziert. Einzelheiten sind besser zu erkennen, wenn einzelne Layer jeweils ausgeschaltet werden.

Kurze Anleitung:

1. Spindelende bearbeiten; Rezess um 7,5 mm verlängern.

2. 2 Lager 608 mit 0,5 mm Distanzring auf den Rezess schieben.

3. Spindel mit Stehbolzen verlängern. Der hat auf der Spindelseite einen Gewindestift M4x12 und kann damit direkt mit der Y-Spindel verschraubt werden, auf der anderen Seite ist ein Feingewinde M6x0,5, dort wird das Lagerspiel eingestellt und diese Einstellung gekontert.

4. Neues Lagergehäuse drehen: Tiefe der Kugellageraufnahme ist 7 + 0,5 + 7 mm - 0,1 mm = 14,4 mm. Damit werden beide Lager plus Distanzring am Außenring fest gegen die Profilerrückwand geschraubt. Die alten drei Befestigungsbohrungen werden wieder verwendet.

5. Druckhülse passend anfertigen: Über diese Hülse drückt die Einstellmutter gegen den Innenring des hinteren Lagers. Zweite Mutter kontert die Einstellung.

Viel Erfolg

Peter
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Postby rschmid » Thu Apr 10, 2008 12:00 am

Hallo Peter,

ich habe mittlerweile verschiedene Programme ausprobiert,
kann aber Deine Datei nicht öffnen! :-/

Kannst Du sie mir in einem anderen Format speichern? Evtl. AutoCAD 2000 oder einfach als PNG?

Vielen Dank,
Robert
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Postby pk1 » Thu Apr 10, 2008 12:00 am

Hallo Robert,

hier ist sie im ACAD-2000-Format.

Gruß

Peter

PS: Noch ein Hinweis -

bei Verwendung eines spielfreien Y-Lagers verschwindet auch die geringe Winkeltoleranz, die ein einfaches Rillenlager hat. Die Ausrichtung von Motor und hinterem Doppellager zur Spindelmutter muss daher umso sorgfältiger erfolgen, damit keine zusätzliche Reibung entsteht, wenn das Portal dicht an das hintere Lager fährt (Park-Position).
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[The extension dxf has been deactivated and can no longer be displayed.]

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Postby rschmid » Sat Apr 12, 2008 12:00 am

Hallo Peter,
vielen Dank für die Datei, jetzt kann ich sie öffnen.

Zum Glück ist das M5-Gewinde schon in der Spindel drin!

Liegt das äußere Lager nicht auch schon auf der Verlängerung des Rezess? Er ist mir zu kurz für zwei Lager.

In der derzeitigen Collinbus-Lösung wird die Spindel mit einer Beilagscheibe und Schraube (im Rezess) gegen den Innenring des Kugellagers verspannt. Das Kugellager selbst wird gegen das Gehäuse verspannt. Somit ist die Spindel in Achsrichtung fixiert.

(Ich hatte bei mir die Beilagscheibe vergessen! Es ist in der Anleitung nicht deutlich zu erkennen. Es muss VOR den starren Kupplungen fixiert werden! Motorseitig an der Kupplung zuletzt.)

Hast Du Deine Lösung gewählt um das axiale Spiel selbst des Kugellagers zu beheben?
Das sonstige Spiel der Spindel wird ja eigentlich schon von der bisherigen Lösung behoben.
Ist dieses Spiel nicht ein vielfaches kleiner als die Auflösung der Fräse?

danke,
Robert

Hier noch mal Deine Zeichnung als kleines Bild:
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SpindelLager.png
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Postby pk1 » Sun Apr 13, 2008 12:00 am

Hallo Robert,

Liegt das äußere Lager nicht auch schon auf der Verlängerung des Rezess? Er ist mir zu kurz für zwei Lager.


Der Rezess wird durch Abdrehen des Spindelendes verlängert, der Gewindeteil der Spindel dadurch entsprechend verkürzt.

In der derzeitigen Collinbus-Lösung wird die Spindel mit einer Beilagscheibe und Schraube (im Rezess) gegen den Innenring des Kugellagers verspannt. Das Kugellager selbst wird gegen das Gehäuse verspannt. Somit ist die Spindel in Achsrichtung fixiert.


Das funktioniert nur so lange, wie keine Trennkupplung zwischen Motor und Spindel eingebaut ist.

Hast Du Deine Lösung gewählt um das axiale Spiel selbst des Kugellagers zu beheben?


Richtig, und das ist auch notwendig, da es sich jetzt um das einzige Festlager handelt. Die ColinBus-Methode spannt die Spindel beidseitig fest, was ich ändern wollte.

Anfangs hatte ich nach Einbau der Trennkupplung die Originallagerung von ColinBus beibehalten. Das Axialspiel des Einzellagers war aber deutlich spür- und hörbar, daher die Änderung auf Doppellager.

Die Spindel des Ferm-Motors weist eine ähnlich dürftige Lagerkonstruktion auf und hat ein erhebliches Axialspiel.

Gruß

Peter
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