Hallo Alex,
vielleicht gelingt es mir die Verwirrung perfekt zu machen
IO_Hpeak = Spitzenstrom am Ausgang bei H-Pegel, jeder Portpin=-10mA
IO_Lpeak = Spitzenstrom am Ausgang bei L-Pegel, jeder Portpin=10mA
Mit folgenden Einschränkungen: Gesamtspitzenstrom durch alle Ports
zusammengerechnet darf 60mA nicht überschreiten, Spitzenstrom
heisst gepulster Betrieb, also kann man z.B. bis runter zu 10Hz(100ms)
die halbe Zeit diesen Strom fliessen lassen wenn die andere Hälfte der
Zeit nichts fliesst. Damit sind wir bei den Mittelwerten, also das was
auch dauerhaft fliessen darf.:
IO_Havg = Dauerstrom am Ausgang bei H-Pegel, jeder Portpin= -5mA
IO_Lavg =Dauerstrom am Ausgang bei L-Pegel, jeder Portpin= 5mA
Zulässiger Gesamtdauerstrom (oder Mittelwert bei Pulsen) wird wohl bei
30mA liegen.
Jetzt kann man für Portpin 1_0 bis 1_7 die "drive ability" hochschalten,
wie auf Seite 136ff des Datenblattes zu sehen, gilt dies aber nur für
Strom der in den Pin hineinfliesst, also wenn man beispielsweise die
Kathoden von LEDs nach Masse schaltet. Dann kann man einem Pin 30mA-Pulse oder 15mA Mittelwert (oder Dauerstrom) zumuten.
Da man nichts genaues über die Ursache der 60/30mA Gesamtstromgrenze weiss, sollte man sie aber auch in diesem Fall einhalten.
Das etwas verwirrende bei vielen Datenblättern ist die Angabe der Stromrichtung mittels Minus bei Strom der (technische Stromrichtung)
aus dem Port herausfliesst.
Die im R8C (maximal) umgesetzte Leistung lässt sich jetzt bestimmen
indem man alle Strommittelwerte mit dem max. angegebenen Spannungsabfall von 2V (S.154) mult. und einen Wert aus der Tabelle S.156 mit VCC multipl. dazuaddiert.
Um nicht noch zusätzliche Schaltverluste zu haben sollte man die LEDs
nicht unbedingt mit 8MHz multiplexen sondern eher so das es optisch gerade nicht flimmert.
Ich hoffe mal das ich mit dieser Lesart des Datenblattes richtig liege.