Zum Fixieren des Werkstücks auf einer Vakuumplatte und dem gleichzeitigen Absaugen von Frässpänen ist die Verwendung eines Staubsaugers erfahrungsgemäß eine bessere Lösung als die Nutzung einer Vakuumpumpe.
Denn:
1. Sinn und Zweck einer Vakuumpumpe sind einen möglichst hohen Unterdruck in einem geschlossenen System zu erzeugen, wie z. B. in einem Kühlkreislauf, bevor dieser mit Kühlmittel befüllt wird. D. h. bei einer Vakuumpumpe achtet man weniger auf die Fördermenge als auf den erzeugten Unterdruck. Echte Vakuumpumpen haben einen Elektromotor, der eine Kolbenpumpe antreibt (Umkehr des Kompressorprinzips).
2. Der Staubsauger (grundsätzlich Nebenschlußmotor) hingegen soll in kurzer Zeit eine große Luftmenge fördern. Auf der Motorachse sitzt eine Turbine, die bei Betrieb auf der einen Seite Luft ansaugt und auf der anderen Seite herausdrückt. Durch die hohe Motordrehzahl entsteht an der Turbine das bekannte Staubsaugerpfeifen. Dieses Geräusch ist ohne Leistungsverlust nur durch entsprechende Dämmung zu reduzieren.
Nimmt man z. B. einen Industriestaubsauger (naß/trocken), der bauartbedingt schon leiser ist als der Haushaltsstaubsauger und dennoch ein größeres Fördervolumen hat als dieser, und umhüllt ihn mit Dämmstoff, so sollte eine praktikable Lösung gefunden sein. Außerdem kann man gegebenenfalls in die Zuleitung noch einen Drehzahlregler einschleifen um die Drehzahl des Motors bzw. die Rotationsgeschwindigkeit der Turbine zu kontrollieren, d. h. Luftmenge und Geräusche zu regulieren. Beim gleichzeitigen Betrieb von Vakuumplatte und Absaugeinrichtung mit einer Saugvorrichtung sollten die zugehörigen Luftströme individuell einstellbar sein.
Woldig
P.S.: Komm jedoch eine vollwertige Frässpindel zum Einsatz muß der gesamte Profiler in einen Schallschutz, da nun eine neue, intensive Schallquelle hinzugekommen ist, oder man trägt einen qualifizierten Gehörschutz.
