by dalotel » Sat Jan 21, 2012 12:00 am
Das mit der Sicherung ist gar nicht so einfach.
Was soll eine Sicherung machen?
Sie muß den Strom im Fehlerfall zur Vermeidung von Schäden/Brand unterbrechen.
Das Problem ist die richtige Dimensionierung.
Sie soll natürlich erst im Fehlerfall unterbrechen.
D.h. sie muß dem normalen maximalen Betriebsstrom wiederstehen, aber bei deutlichem Überschreiten (Kurzschluß) schnellstmöglich unterbrechen.
Andererseits muß auch die Stromquelle (Akku) in der Lage sein, einen so hohen Strom zu liefern, daß die Sicherung schnell auslösen kann - Stichwort Innenwiderstand.
Sicherungen sind so konzipiert, daß sie ihren Nennstrom nahezu auf Dauer aushalten, Erst bei einem mehrfachen des Nennstroms lösen sie (schnell) aus. Und das ganze macht auch nur Sinn, wenn die Sicherungen direkt nach der Stromquelle im Stromkreis liegen, und nicht erst auf der Platine des Verbrauchers. Nur so können auch defekte, d.h. abgerissene oder durchgescheuerte Kabel/Zuleitungen abgesichert werden.
Da I=P/U, ist bei einem 500W Motor der Nennstrom ca. 20A.
Im angehängten Diagramm kann man folgendes ablesen:
Eine 20A KFZ-Sicherung wird ab einem Strom von 28A in 1sek. auslösen. Bei 60A schon in 0,1sek und erst bei 190A in 0,01sek.
Um auch längere Stromspitzen zu überbrücken, könnte man das ganze etwas träger machen und eine 30A Sicherung/Motor auswählen. Bei 250W halbiert sich das ganze natürlich, also wäre max. eine 20A Sicherung hier richtig.
Jetzt kann man den Fall eines blokierten Motors als max. Stromaufnahme noch mit einkalkulieren, d.h. nochmal die nächsthöhere Sicherung vorsehen. Das ist aber so eine Gradwanderung. Je höher man mit dem Auslösestrom geht, um so nutzloser wird die ganze Absicherei natürlich.
Der Bleiakku mit Innenwiderstand und sämtlichen Übergangswiderständen wird den benötigten Auslösestrom nicht mehr liefern können.
Gruß,
Markus
- Attachments
-
