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PostPosted: Wed Mar 09, 2011 12:00 am
by dewol
Hallo
Ich habe mit dem ATM 18 Board und dem Stromsensor ACS752/50 ein Strom/Spannungsmesser für meinen Modell-Heli entwickelt. Das funktioniert auch schon recht gut, aber die Spannungsanzeige schwankt doch recht heftig im 100 mA Bereich.
Trotz der von mir vorgenommenen Mittelwertbildung des ADC Eingangs.
Gibt es da noch Programmier Tricks oder muss ich noch ein Filter dazwischen löten?
Ich hab mal ein 50 Hz Filter eingesetzt aber ohne sichtbaren Erfolg.
Hat jemand Erfahrung mit dem ACS752/50?

PostPosted: Wed Mar 09, 2011 12:00 am
by wkrug
Mit dem ACS 752 hab ich keine Erfahrung, aber den ACS 750 hab ich schon mehrfach verbaut.
Guck dir mal die Ausgangsspannung des Sensors mit dem Oszilloskop an.
Ich möchte wetten, das die ziemlich stark verrauscht ist.
Dieses Rauschen ist der Grund für die schwankenden Werte, da es darauf ankommt, wann der A/D Wandler den Wert aufnimmt.

Bei meiner Schaltung hatte ich einen Spannungsteiler mit 2 x 10kOhm Widerständen dem Sensor nachgeschaltet.
Nachdem ich dem Widerstand der gegen GND geht einen 1µF Kondensator parallel geschaltet hatte wurde das Verhalten wesentlich besser.

Ganz weg bekommen hab ich das aber nie, da der Sensor prinzipbedingt auch auf externe Magnetfelder reagiert.

Ein weiteres Problem das ich hatte war die Drift um den 0 Punkt.
Das hab ich so gelöst, das ich im Controller einen manuellen Nullabgleich mittels einer Taste anstoßen konnte.

Übrigens sind 0,1A bei einem Endwert von 50A gerade mal 0,2%.
Wenn Du bei der Meßgenauigkeit auf 1% kommst ist das für ein Meßgerät schon gut!
Und das wären dann 500mA.
Du kannst auch bessere Messwerte erreichen, wenn Du Oversampling machst und diese Messwerte mittelst.
Ich mach das über eine Art Schieberegister.
Der älteste Messwert fliegt raus und die letzten 3 oder 5 gehen in die Mittelwertbildung mit ein.
Zudem kann man die Werte dann gewichten, also ein Verhältnis geben. Ältester Messwert = *1, *3, *6 = Neuester Meßwert.
Das beschleunigt den Anstieg bzw. Abfall der ausgegebenen Werte.

PostPosted: Wed Mar 09, 2011 12:00 am
by dewol
Vielen Dank für die Antwort. Den Kondensator gegen Masse habe ich schon drin (Datenblatt).
Die Messgenauigkeít war mir gar nicht so wichtig. Ich wollte nur einen „stehenden“ Wert
wie bei meinem Multimeter. Mit 0,5 Ampere bei ca. 40A erwarteter Stomaufnahme sollten genau genug sein.

Jetzt nehme ich alle viertel Sekunde 10 Messwerte auf und lasse den Mittelwert anzeigen.
Das mit dem gleitenden Mittelwert habe ich noch nicht hinbekommen. Den 0 Punkt abgleich muss
ich auch noch einbauen wollte aber den ersten gemessenen Wert als 0 definieren. Also beim einschalten des Gerätes.