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Akku

Der selbst balancierende einachsige Elektro-Roller

Postby jokurt27 » Sat Jun 27, 2009 12:00 am

Im ersten Artikel im Heft 2009-06 wurden Akkus mit 9Ah oder 12Ah erwähnt.
Der Bausatz wird aber nur mit den 9Ah Akkus angeboten.
Wegen der größeren Reichweite wäre ich an den 9Ah Akkus interessiert.
Wie kann man denn die bestellen (statt der 9Ah Akkus) ?
Kurt
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Postby thomas scherer » Sat Jun 27, 2009 12:00 am

Soweit ich weiß, gibt es nur einen Bausatz mit 9AH-Akkus. Da ich einen Blick in die Prototypen habe werfen können, sah das für mich nach ordentlich Platz aus, sodass man selbst andere oder weitere Akkus im Gehäuse unterbringen kann.
Im CC2-Interview hat Chris Krohne ja gemeint, dass mit den 9-AH-Akkus bei ruhiger Fahrt (also nicht bergauf oder bei permanentem Beschleunigen und Bremsen) bis zu 15 km drin wären, soweit ich mit erinnere. Ich werde es erst mal mit den beiliegenden Akkus ausprobieren und dann schauen, ob mir die reichen oder ob ich versuchen soll, das Ganze einmal experimentell auf LiPos umzustellen.

Thomas
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Postby guenter » Wed Jul 01, 2009 12:00 am

Hallo,

bei 3,7 Volt Zellspannung komme ich auf 6,5 LiPo Zellen. Das ist ein bisschen unschön. Bei 6 Zellen 22,2 Volt. Das knabbert ein bisschen an der Leistungsreserve, wäre aber vertretbar. Ein integrierter Equalizer/ Balancer wäre dann schön.

Nur habe ich noch nirgends so einen Akku gefunden mit mehr als 5 Ah
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Postby thomas scherer » Wed Jul 01, 2009 12:00 am

So genau muss man es m.E. nach nicht nehmen
12 voll aufgeladene Blei-Akku-Zellen haben ja auch ein ganzes Stück mehr als 24 V. Da kommen in der Spitze schon gut 28 V zusammen. Am Anfang hat der gut geladne Blei-Akku auch unter Last dann etwas über 26 V.
Sieben LiPo-Zellen kommen auf einen Nennwert von 25,9 V. Die Spitzenspannung (Ladeschlussspannung) liegt bei 28,2 V.

Die Motoren und die Regler rauchen also bei 7 LiPos nicht ab. Man hat dann lediglich ein kleines bisschen mehr Wums zur Verfügung, wenn auch nur minimal.
Zur Kapazität: Gut erhältlich sind LiPos eigentlich nur in Kapazitäten zu 4AH. Brauch man mehr, muss man sie parallelschalten. Das wiederum darf man nur, wenn man die Akku zuvor genau balanciert hat (über Widerstand verbunden, bis sie gleiche Spannung haben), sondern knallt es. Ansonsten sind parallelgeschaltete LiPos nicht wirklich ein Problem. Auch die Akku-Packs für E-Bikes enthalten Parallelschaltungen. Einen passenden Balancierer mit einzubauen, das wäre sicher auch keine schlechte Idee.

Die LiPos sind teuer. Ich habe bisher erstaunlicherweise gute Erfahrungen mit LiPos aus China via eBay (für mein Fahhrad) gemacht. Bislang ist mir noch keiner hochgegangen und sie waren sehr preiswert. 2 x 7 Zellen für 26V/8AH kämen auf unter 100 Euro. 3 x 7 für 12AH dann knapp drüber. Aber man muss basteln (in ein Gehäuse einbauen etc.)

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Postby guenter » Wed Jul 01, 2009 12:00 am

Hallo Thomas,

mit Balanciererschaltungen habe ich keine Erfahrung. Gibts da Lektüre (Elektor-Artikel) zur Funktionsweise?
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Postby thomas scherer » Wed Jul 01, 2009 12:00 am

Ich hab läuten hören, dass auch was von Elektor kommt.
Man kann auch einfach googeln. Die Leute, die zur Zeit am meisten Ahnung von der Materie haben, dürften Modellflieger sein. Aber auch da gibt es Glaubensrichtungen über Konzepte

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Postby guenter » Wed Jul 01, 2009 12:00 am

eben,

in Internet findet man wenig fundiertes. Wahre Horrorszenarien werden da verbreitet, aber wenig Fakten.
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Postby thomas scherer » Wed Jul 01, 2009 12:00 am

Stimmt.
Aber das Grundproblem ist einfach: Da die Zellen einer Serienschaltung nicht absolut identisch sind, werden die Zellen mit etwa mehr Kapazität irgendwann über die Ladezyklen hinweg voller und voller geladen, sodass die Ladeschlussspannung der gefährdeten Zellen dann über dem Nennwert von 4,1 bzw. 4,2 V liegt. Und das ist schlecht für diese Zellen und sie können im schlimmsten Fall irgendwann sogar abbrennen (eher unwahrscheinlich).
Die Lösung ist auch einfach:
Man sorge alle soundsoviel Zyklen dafür, dass die Zellen gleiche Spannung aufweisen:
a) indem alle Zellen einer Serienschaltung auf eine Nennspannung entladen werden, nach voriger Entladung
b) indem Ladung zwischen den Zellen so lange verschoben wird, bis alle eine gleiche Spannung aufweisen.

Typischerweise ist eine Gleichheit auf <20 mV Differenz ausreichend.
Ich mach sowas alle 10 Zyklen.

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Postby major » Wed Jul 01, 2009 12:00 am

Was haltet ihr von den LiFePO4 Zellen (Lithium-Eisenphosphatzelle) auch Konion X bzw. 26650ANR genannt.
Das sind hochstromfeste schnelladefähige (4C) Zellen mit einer Nennspannung von 3,3V und anscheinend mit 30C Dauerstrom belastbar. Da könnte man doch ein schönes Päckchen schnüren.
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Postby thomas scherer » Wed Jul 01, 2009 12:00 am

Die sind sicher prima, aber auch ganz schön teuer.
Falls ich mich entscheide, Lithium-Technik nachzurüsten, dann werde ich es eine Etge preiswerter versuchen.

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