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Netzteil ab 0V

Analog, HF, Akkus, Grundlagen, Praxistipps,<br>allgemeine technische Fragen...

Postby jürgen » Fri Oct 18, 2013 12:00 am

Hallo,
ich kann Hilfe gebrauchen. Ich möchte mir ein Netzteil bauen, was bei 0V beginnt. Zum Beispiel 0-5V. Die "normalen" Schaltungen beginnen ja erst bei 1,25V. Ich bin der Meinung, das ich einmal eine Schaltung gesehen hätte, kann sie aber nicht wieder finden.
Eine Leistung von 100mW teicht vollständig aus.
Für Hilfe wäre ichsehr dankbar.

MfG
Jürgen
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Postby woldig » Fri Oct 18, 2013 12:00 am

Hallo Jürgen!

Der einfachste Weg sieht wie folgt aus:

a.Du betreibst einen (z.B.) 5V-Festspannungsregler,
b.an den Festspannungsregler schließt Du ein (lineares) Potentiometer an,
c.am Schleifer des Potentiometers kannst Du Spannungen von Null Volt (0V) bis Maximum abgreifen.

Weitere Möglichkeiten gibt es viele, so z. B. die Verwendung eines Transistors in Kollektorschaltung (Emitterfolger, voltage buffer, voltage follower) oder eines Linearverstärkers (linear amplifier) usw.

Das Internet ist eine nahezu unerschöpfliche Informationsquelle, auch für Dein Projekt.

Gruß, woldig
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Postby jürgen » Mon Oct 21, 2013 12:00 am

Hallo woldig,
diese Möglichkeit kenne ich natürlich.
Aber wenn ich z.B. mit 1V und 100mA arbeiten möchte
muss das Poti schon eine Leistung von 0,4W verbraten.
Da ist nix mit einfachem Poti.

Gruß Jürgen
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Postby woldig » Tue Oct 22, 2013 12:00 am

Hallo Jürgen!

Du hast absolut Recht. Es gibt keine Umwandlung ohne „Verluste“! In Deinem o.a. Beispiel sind die Verluste sogar größer als 0,4W, denn die Last liegt parallel zum unteren Teil des Potis (Spannungsteiler). Der Gesamtstrom durch das obere Teil des Potis setzt sich zusammen aus dem Laststrom (100mA) plus des Teilstroms der durch das untere Teil des Potis fließt (Parallelschaltung)!

Den Spannungsabgriff über ein Poti sehe ich als eine Möglichkeit, nicht als die einzige.

Poti gibt es als Flachbahnregler, beispielsweise mit Kohleschichtwiderstandsbahn (ca. 300 Grad Drehwinkel) oder als Spindeltrimmer mit 10 mal 360 Grad Drehwinkel. Spindeltrimmer haben grundsätzlich eine Wicklung aus Widerstandsdraht (z. B. Konstantan). Drahtwicklungen sind bauartbedingt höher belastbar als etwa Kohleschichtbahnen. Drahtpotentiometer für höhere Leistungen nennt man Rheostate.

In Ergänzung zu meinem obigen Beitrag schlage ich vor, Du informierst Dich auch über Möglichkeiten von Wechselspannungsanwendungen, als da wären die Phasenanschnitt- und Phasenabschnittsteuerung, die Pulsweitenmodulation (PWM) oder aber Du nutzt eine Phantastronschaltung (siehe: Internet).

Gruß, woldig
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Postby jürgen » Wed Oct 23, 2013 12:00 am

Hallo woldig,
ja, nun kommen wir der Sache schon näher.
Vielleicht habe ich einfach nur den falschen Suchbegriff verwendet.
Das bemerke ich gelegentlich auch bei anderen Problemen.
Und dann bleibt ja auch immer noch die gute alte Transistortechnik.
In meinen Bastelkisten liegt noch genügend aus dieser Zeit herum.
Also vielen Dank.

Gruß Jürgen
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Postby jürgen » Thu Oct 24, 2013 12:00 am

Hallo woldig,
ich will den Gedankenaustausch nicht unnötig in die Länge ziehen,
aber mir ist noch etwas eingefallen. Ich habe einfach eine Siliziumdiode in Reihe geschalten. An ihr fallen ja 0,7V ab.
Jetzt komme ich auf 0,6V runter. Die Diode muss nur den Laststrom vertragen. Auf meinem Basteltisch klappt das gut. Was sagt der Fachmann dazu? Sicherheitshalber noch etwas zum Hintergrund.
Ich benutzte russische Subminiaturröhren mit einer Heizspannung von 1,2V. Ich will einfach nur sicherstellen, das mir die Heizfäden nicht durchbrennen.

Gruß Jürgen
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Postby herch » Sun Nov 10, 2013 12:00 am

Hallo Jürgen,

zufällig habe ich gestern in die Elektor 07/2008 geschaut. Dort ist ein "Kleines Labornetzgerät". Spannung und Strom sind stellbar.

Eingangsspannung: 18V ... +24 V
Ausgangsspannung: 0V ... +14V
Ausgangsstrom: 0A ... 0,8A

http://www.elektor.de/jahrgang/2008/juli-047-august/kleines-labornetzgerat.549820.lynkx

Gruß Christian
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