Das Elektor-Forum schließt seine Pforten (siehe auch http://www.elektormagazine.de/forum). Ab Freitag, den 01. März, ist es nicht mehr möglich, sich im Forum einzuloggen. Alle Inhalte des Forums bleiben jedoch bis Ende März noch sichtbar. Am 01. April wird das Forum schließlich komplett geschlossen.

Standby-Schaltung m,it Triac

Nicht fluchen – Hilfe suchen

Postby paxl » Mon Nov 05, 2012 12:00 am

Ich habe ein Verständnisproblem:

Ein Rinkern-Netztrafo 10VA wird mit einem Opto-Triac (MOC3052, MOC3063, PC3SD21) ein- und ausgeschaltet. Mein Energiemaster
(ELV) zeigt mir in 3 von 4 Fällen im ausgeschalteten Zustand auch
0.0 W an. Im 4. Fall bleibt die Anzeige bei 0.1W permanent an.

Der Unterschied bei den einzelnen Schaltungen liegt darin, daß der Triac in Reihe mit mit den Trafowicklungen (2x115V) liegt und im
Fehlerfall dazwischen: also Wicklung I - Triac - Wicklung II.

Im Ein-Zustand habe ich auf der Sekundärseite bai 9V und Gleichrichtung ca. 13V Leerlaufspannung, im Aus-Zustand sollten
es eigentlich 0V sein, es sind aber ca. 3V, die zum Betrieb der Kontroll-LEDs ausreichen (es wird also tatsächlich Leistung aufgenommen).

Warum ist das so?

Gruß
paxl
paxl
 
Posts: 13
Joined: Fri Jan 03, 2014 2:06 pm

Postby thomas scherer » Tue Nov 06, 2012 12:00 am

Ohne genaue Schaltung kann man schlecht was sagen…
thomas scherer
 
Posts: 1128
Joined: Thu Jan 02, 2014 10:38 am

Postby guthorst » Tue Nov 06, 2012 12:00 am

Hallo paxl,

wenn Du die beiden LED-Pins des Opto-Triacs kurzschließt, dann sollte der Triac definitiv nicht getriggert werden. S'iehst Du dann immer noch die 3V auf der Sekundärseite?

Sind noch irgendwelche Kapazitäten/Widerstände primärseitig verbaut, die dazu führen könnten, daß ein kleiner Strom durch die Primärwicklung fließt?

Beim ELV Energiemaster solltest Du auch berücksichtigen, wie groß der Meß- und Anzeigefehler ist...

Gruß,
Guthorst
guthorst
 
Posts: 109
Joined: Fri Jan 03, 2014 1:53 pm

Postby paxl » Tue Nov 06, 2012 12:00 am

@guthorst:

Am Netzeingang liegt noch ein VDR, sonst nichts.

Nachdem ich den Triac auf eine Seite des Trafos versetzt und
die beiden Primärwicklungen in Reihe geschaltet habe, funktioniert das ganze wie erwartet.
Offenbar reicht der Leckstrom des Triacs (lt Datenblatt ~ 500uA * 230V = 0.1 VA) zwischen den beiden Wicklungen aus, um eine Spannung zu induzieren, während im Normalfall, wenn die beden Wicklungen (induktivitäten) in reihe geschaltet sind, keine Wirkung zu messen ist. Leider fehlt mir noch ein Trenntrafo, um das Phänomen genauer zu untersuchen.

Gruß
paxl
paxl
 
Posts: 13
Joined: Fri Jan 03, 2014 2:06 pm

Postby thomas scherer » Tue Nov 06, 2012 12:00 am

Das glaube ich kaum, paxl.
Wo steht das im Datenblatt mit dem Leckstrom? Ich finde da die Angabe 10nA typisch und 100nA max., was höchstens 23µW entspräche.
thomas scherer
 
Posts: 1128
Joined: Thu Jan 02, 2014 10:38 am

Postby paxl » Tue Nov 06, 2012 12:00 am

MOC3063 (Motorola) Datenblatt:

Leakage in Inhibited State
(IF = Rated IFT, Rated VDRM, Off State)
IDRM2 — — 500 uA

Der Wert passt halt einigermassen. Der MOC3063 hat eine ZC-Unit,
der MOC3052 nicht. Beide schalten nicht ganz ab.

Gruß

paxl
paxl
 
Posts: 13
Joined: Fri Jan 03, 2014 2:06 pm

Postby thomas scherer » Wed Nov 07, 2012 12:00 am

Stimmt, ich hatte beim 3052 geguckt.
Aber dann hast Du Dir die Antwort gleich selbst gegeben: Der 3063 ist für diese Anwendung doppelt ungeeignet.
1. Hat er durch die ZC-Schaltung zuviel Leckstrom und
2. darf man Trafos eh nicht im Nulldurchgang schalten.
thomas scherer
 
Posts: 1128
Joined: Thu Jan 02, 2014 10:38 am

Postby paxl » Wed Nov 07, 2012 12:00 am

Beiden Argumenten stimme ich zu, das mit ZC und Unduktivitäten habe ich schon mal irgendwo gelesen.

Aber es löst mein Problem nicht:

3 Bauteile - 2 Spulen 1 Triac (mit und ohne ZC) in Reihe geschaltet

Abhängig von der Reihenfolge, in der die Bauteile verschaltet sind, ändert sich das Verhalten des Gesamtsystems - mekwürdig?

Mein Verdacht geht im Moment in eine andere Richtung:

Durch meinen mechanischen Aufbau wird in dem Triac eine Spannung induziert und das ganze fängt an zu schwingen.

Aufbau:
Trafo - Lochrasterplatine - Triac direkt unterhalb des Trafos auf der Lötseite - Lochrasterplatine ohne Kupfer wgn Berührungsschutz.

Bei den funktionierenden Schaltungen (es gibt 3) sitzt der Triac neben dem Trafo.

Wenn meine Bastelkiste wieder gefüllt ist, werde ich das mal testen.

Gruß
paxl
paxl
 
Posts: 13
Joined: Fri Jan 03, 2014 2:06 pm

Postby paxl » Wed Nov 07, 2012 12:00 am

Jugend forscht - Ü55:

Ich habe noch eine MOC3063 aus dem Mülleimer gerettet und einen gleichen RK Trafo in der Schublade gefunden.

Folgender Freiluftaufbau:

In die Netzzuleitung ein Strommeßgerät (CATII) eingeschleift und den Triac an alle vier Pins des Trafos nacheinander angelötet und mit und ohne LED den Strom gemessen; die Sekundärseite(n) sind nicht beschaltet.

Ergebnis:
mit LED (18 mA) in allen Varianten 1,37 mA => ~0,2W (EnergyMaster) Leerlauf des Trafos . OK

ohne LED:
Netz - Triac - Wicklung I - Wicklung II - Netz => 0 mA / 0W
Netz - Wicklung I - Triac -Wicklung II - Netz => 1,1 mA / 0,1W

Vertauscht man die Anschlüsse einer Wicklung => 192 W, kurzzeitig, Triac überlebt.

Die räumliche Nähe zu dem Magnetfeld des RK spielt entgegn meiner Vermutung keine Rolle. Direkter Kontakt zu der Vergußmasse oder 4 cm Abstand liefern das gleiche Ergebnis.

Wenn man die Versorgunsspannung der LED am falschen Ende des Vorwiderstandes anklemmt, braucht man einen neuen Optokoppler.

Also MOC ohne ZC und Trenntrafo besorgen.

Gruß
paxl
paxl
 
Posts: 13
Joined: Fri Jan 03, 2014 2:06 pm

Postby paxl » Sun Nov 11, 2012 12:00 am

Jugend forscht - Ü55 Teil II

Ich habe wie in Teil I beschrieben den Versuch mit einem MOC3052 (ohne ZC) und einem BTA08 (offenes Gate) durchgeführt.

Das Ergebnis ist in allen Fällen das gleiche.

Mit einem RK-Trafo für 25VA steigt der Leckstrom auf 8mA,
mit LED 17 mA. Die gemessenen Beträge sind nicht relevant, da der 25VA Trafo mit Brückengleichrichter und Spannungsregler belastet war, während der 10VA Trafo nur einseitig mit einer LED belastet war.

Mit dem Multimeter habe ich die Induktivität der Primärwicklungen
gemessen: einzeln jeweils 4H, in Reihe 17H
was der Erwartung entspricht.

Mein Wechselstromlatein ist hier zu ende, vielleicht gibt es einen
Experten im Forum, der dafür eine Erklärung hat.

Gruß
paxl
paxl
 
Posts: 13
Joined: Fri Jan 03, 2014 2:06 pm

Next

Return to Meine Schaltung funktioniert (noch) nicht :-(

Who is online

Users browsing this forum: No registered users and 1 guest