by ag » Tue Nov 13, 2012 12:00 am
Hallo paxl,
bin eher Praktiker als Theoretiker, aber ich versuche es trotzdem.
Wenn ein Wechselspannung im oberen Bild angelegt wird, gibt es eine kurze Strompuls während der 1. Viertelwelle, bis der Magnetfeld um die Spulen aufgebaut ist und die magnetische Sättigung eintritt. Während der 2. Viertelwelle fällt dann die Spannung und der Magnetfeld ist bestrebt wieder zusammen zu fallen. Dazu muss aber ein Strom in gleicher Richtung wie beim Aufbau der Magnetfeld fliessen. Das geht aber nicht, weil der Spule bereits gesättigt ist und der nötige Stromfluss durch der Triac gehindert wird. Die Spule bleibt also weiterhin gesättigt, sodass keine weitere Strom fliessen kann. Bei jeder folgende Sinuswelle fliesst (so gut wie) kein Strom.
Im unterem Bild sieht die Sache anders aus. Während das Magnetfeld um die eine Spule "linksrum" aufgebaut wird, wird gleichzeitig das Magnetfeld um die andere Spule "rechtsrum" aufgebaut. Dadurch, so meine Vermutung, wird ein art Interferenz der beiden Magnetfelder verursacht, die ein Teil der Sättigung jeweil negiert, sodass im 2. Viertelwelle ein wenig "Luft" in der Spule noch vorhanden ist, was eine teilweise Abbau der Magnetfeld zulässt, was in der Folge eine Strom in der Sekundärewickung induziert, und das bei jeder folgende Sinuswelle, genug um das LED zum leuchten zu bringen. Es fliess also ein kleiner Strom in beide Spulen, auch wenn kein Strom zwischen den Spulen fliesst.
Vermutlich ist diese Erklärung etwas zu vereinfacht, aber ich denke dass es im Grundsatz die Sache nahe kommen dürfte. Aber, wie gesagt. Ich bin eher Praktiker als Theoretiker. Vielleicht hat jemand eine bessere Erklärung.
Würde mich interessieren, was passiert wenn der Triac aus untere Schaltung ganz entfernt wird (also die Spulen "offen" lassen).
Viele Grüße,
Ag
Ag