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Zweiseitige Platinen

Fragen, Erfahrungen und Tipps – von Lesern für Leser

Postby pk1 » Mon Feb 23, 2009 12:00 am

Hallo,

der Referenzpeiler ist nichts anderes als ein von unten beleuchtetes Loch, in das der kegelförmige Teil des Gravierfräserschaftes so weit hineingefahren wird, bis ein möglichst schmaler kreisringförmiger Lichtspalt entsteht. Je schmaler der Spalt, umso genauer die Positionsbestimmung. Wenn der Fräser gegen den Rand des Loches stößt, piept es zusätzlich und das Loch weicht seitlich aus, da es sich in einem federnd gelagerten Teil befindet (siehe Foto weiter oben).

Die so ermittelten Positionsdaten lassen sich nach späteren Referenzfahrten mit den dann erstellten vergleichen. Der Aufwand lohnt nur dann, wenn z.B. zweiseitige Platinen nicht deckungsgleich werden wollen und der Verdacht besteht, dass es an der Präzision des Referenzpunktes liegen könnte. Inzwischen habe ich auf Empfehlung des Herstellers die Referenzschalter "entstört" und seither keine Probleme mit der Referenz mehr festgestellt. Der Peiler wird nicht mehr eingesetzt.

Gruß

Peter
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Postby 021aet04 » Mon Feb 23, 2009 12:00 am

Danke für die rasche Antwort
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Postby sudar » Fri Apr 03, 2009 12:00 am

Hallo Peter
mal ne kleine Frage: wie breit sind deine Leiterbahnen in Eagle? 16mil oder machst du kleinere runter bis 8 mil?.... ich fräse meine immer mit einem 60 Grad Fräser. und die 16 mil Bahen sind ganz OK aber ich möchte mal versuchen 8 mil zu fräsen, da ich mich scheue vor doppelseitigen Platinen.....

Danke für die Antwort
Gruss Lukacs
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Postby pk1 » Fri Apr 03, 2009 12:00 am

Hallo Lukacs,

meine Leiterbahnen werden immer so breit, wie es nötig und möglich ist. Um zwischen zwei IC-Pins hindurch zu kommen, reichen 16 mil locker, wozu dann weniger nehmen. Je dünner die Leiterbahnen, umso mehr machen sich die Ungenauigkeiten der Fräse bemerkbar. Bei meinem zur Zeit laufenden Projekt (neue CNC-Steuerung für die Profiler-Fräse) habe ich die doppelseitigen Endstufenplatinen mit 16 und 30 mil im Signalteil und 62 mil im Leistungsteil gefräst. (Bild zeigt unbearbeitete Platinen)

Wichtiger erscheint mir, die viel zu kleinen Lötpunkte der Eagle-Bauteile aufzupeppen, damit auch ohne chemische Durchkontaktierung ein vernünftiges Arbeiten möglich ist.

Gruß

Peter
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Postby sudar » Fri Apr 03, 2009 12:00 am

Hallo Peter
Hmmm... das sieht bei mir aber deutlich anders aus...mit 16 Mil komme ich eben nicht zwischen den Pins durch, bzw der Autorouter kommt nicht durch. Anbei mal ein Bild und meine DRC einstellungen

PS: Lustigerweise finde ich eher die PADS genügend gross


Gruss Lukacs
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Postby sudar » Fri Apr 03, 2009 12:00 am

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Postby pk1 » Fri Apr 03, 2009 12:00 am

Hallo Lukacs,

wenn ich es richtig sehe, hast Du den Mindestabstand zwischen Objekten auf 16 mil eingestellt. Bei einem Rastermaß von 100 mil, einer Padbreite von 56 mil und einer Leiterbahnbreite von 16 mil bleiben als Abstände 2 x 14 mil übrig. Daher weigert sich der Autorouter, den ich übrigens nicht verwende.

Die Paddurchmesser der Eagle-Bauteile sind für industrielle Durchkontaktierungen gewählt, die ich ebenfalls nicht bieten kann. Meine Bohrungen haben größtenteils 0,8 mm Durchmesser und keine Kupferauskleidung. Der verbleibende Restring ist mir häufig zu klein, besonders bei großen und schweren Bauteilen.

Seit ich auf Target umgestiegen bin, habe ich die Möglichkeit, notfalls einzelne Pads - auch innerhalb eines ICs - zu verändern, sowohl in der Größe, als auch in der Form, ohne das Bauteil in der Bibliothek anrühren zu müssen.

Gruß

Peter

PS: Die oben gezeigte Platine hatte falsche mil-Angaben (inzwischen verbessert): Sogar Leiterbahnen mit etwas mehr als 30 mil (0,8 mm) passen zwischen die IC-Pads.
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Postby sudar » Fri Apr 03, 2009 12:00 am

Hallo Peter
Danke für Deine Antwort.

Die Paddurchmesser der Eagle-Bauteile sind für industrielle Durchkontaktierungen gewählt, die ich ebenfalls nicht bieten kann. Meine Bohrungen haben größtenteils 0,8 mm Durchmesser und keine Kupferauskleidung. Der verbleibende Restring ist mir häufig zu klein, besonders bei großen und schweren Bauteilen.


Ich bohre immer mit 0.7 aber trotzdem wenn du mein Bild anschaust habe ich das Gefühle meine Pads sind zu gross.
und die kommen ja eigentlich von der Library und werden nicht durch den DRC erstellt?? Da verstehe ich deine Antwort zu dem Punkt nicht? Vielleicht klärst du mich ja auf

PS: bzw. ich kann die PADS auch einstellen habe gerade rausgefunden wie....
schau mal die 2 Bilder an

PPS: zu meiner Schande muss ich gestehen, ich kenne Eagle recht gut kann aber nicht von Hand routen, bzw weiss nicht wie ich dazu vorgehen muss (vom Programm her weiss ich schon wie, aber nicht wie man praktisch vorgeht..und habe auch noch nie einen Artikel dazu gefunden wie mann das machen würde...)

Gruss Lukacs
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Postby pk1 » Sat Apr 04, 2009 12:00 am

Hallo Lukacs,

ein Beispiel zur Verdeutlichung:

Der Widerstand 0922/22 aus der Eagle-Bibliothek "rcl" wird für ein Leistungsnetzteil benötigt und soll wegen der zu erwartenden Wärmebelastung einige mm Abstand von der Platine haben. Einziger mechanischer Halt sind die beiden Lötstellen.

Padabstand ca. 23 mm (940 mil)

Paddurchmesser 1,45 mm (59 mil)

Bohrdurchmesser 1 mm (39 mil)

Restring 0,25 mm (10 mil)

Wie lange soll diese Konstruktion halten?

Wie vergrößerst Du den Paddurchmesser, ohne in die Bibliothek einzugreifen?

DRC kann nach meiner Einschätzung nur die Form ändern, und das bei allen Pads der Platine gleichzeitig.

Gruß

Peter
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Postby sudar » Sat Apr 04, 2009 12:00 am

Hallo Peter
Danke für die Verdeutlichung. Jetzt habe ich es verstanden.
Genau DRC kann nur global die Werte ändern, durch die globalen änderungen konnte ich gestern Nacht auch erfolgreich (mit dem Autorouter) die obengezeigte Platine routen und habe sie nun gefräst und gebohrt!
Bilder folgen!

Gruss Lukacs
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