Hallo an die Profiler Freunde,
Profiler Tuning Teil 3
"Umbau der Z-Achse und X-Achse die zweite"
Durch den Umbau der Y und X-Achse wurde der Profiler recht genau und ich machte diverse Teile damit. Es war sogar Stahl
mit dabei mit sehr langsamen Vorschub und geringer Drehzahl.
Bei diesen Arbeiten störte mich immer wieder das die Z-Achse
sehr "weich" war. Beim einstechen mit dem Fräser oder beim
Bohren größer als 2 mm gab die Z-Achse oft nach und zerstörte
mir die Fräser. Der Aufbau mit dem Aluprofil war viel zu labil,
auch die Belastung beim Bearbeiten von Alu sorgte für Bewegungen
in alle Richtungen. Häufiges Einstellen des spiels der Führung
brachte nur kurzfristige Besserung. Durch die Vibrationen die
von der Z-Achse ausgingen hielten die Einstellungen nie lange.
Also reifte der Plan die Z-Achse neu zu Bauen. Die Informationen
hier in dem Forum waren recht interessant, was mir weniger
gefallen hat das sich fast alle beim ändern der Z-Achse mehr
oder weniger an die neue Achse von Colinbus gehalten hat.
Persöhnlich finde ich die Achse von Colinbus nicht optimal.
Warum? Die Hebelkräfte, scheinbar hat sich bei Coninbus keiner
Gedanken um die Hebelkräfte gemacht. Die Führung ist viel
zu weit vom Fräskopf angebracht, fast die ganze Länge der Z-Achse
wirkt als Hebel. Wie soll so etwas genau werden? Selbst bei
relativ geringer Belastung des Fräsers sind oben an der Führung
schon hohe Kräfte, dass ist weder für die Genauigkeit noch für
die Lebensdauer förderlich und dann dieser Preis

Bei der Überlegung wie denn meine Z-Achse aussehen sollte
war klar die unterste Befestigung der Führung sollte an der
Unterkante der Y-Achse sein. Die obere Befestigung soweit wie
möglich entfernt von der unteren, um die Belastung auf einen
größeren Bereich zu verteilen und somit die Stabilität und
Lebensdauer zu erhöhen.
Wie ich auch gemessen habe der Platz reichte nicht um eine
stabile Anbindung der Z-Achse, ohne Einschränkung der Verfahrwege, zu erhalten. Was nun? Mit der X-Achse war ich
eigentlich seit dem Umbau zufrieden, aber um mein Vorhaben
zu realisieren musste eine komplett neue X-Achse her.
Nach dem Gedanklich alles klar war ging es an das Material
besorgen. Kosten sollte es allerdings nicht viel denn mittlerweile
hatte ich keinen Zugang mehr zu professionellen Maschinen auf
denen ich die Teile hätte bearbeiten können und so war es eher
ein Experiment.
Die Aluplatten ergatterte ich günstig in der "großen Bucht" für
nicht eimal 30.- Euro

Die Platten sind aus Aluminumguß von hoher Qualität, waren
schon auf Dicke gefräst und absolut Plan. Also viel weniger
Arbeit. Es wurden auch nur die absolut notwendigen Funktionsflächen gefräst und zwar mit dem Profiler

Die Bohrungen (eine Menge) wurden auch mit dem Profiler gemacht. Es war zwar zäh aber sie wurden sehr genau und
die Linearführungen passten auf anhieb. Die Plansenkungen
für die Inbusschrauben machte ich allerdings auf einer
Ständerbohrmaschine, nachdem der Profiler schon die Hauptarbeit
gemacht hatte.
Beide Spindeln haben jetzt ein echtes Fest- und Loslager. Die
Spindeln und die Spindelmuttern (einstellbar) wurden ebenfalls
ausgetauscht weil die alten nicht mehr passten.
Die Bohrungen in den Seitenteilen machte ich mit einem Trick.
Im CAD wurden die Seitenteile nach gezeichnet und die neuen
Bohrungen für die Lager und X-Achse eingefügt. Doch wie kommen die Positionen nun auf die Seitenteile? Die Teile sind
ja nicht gerade und ein Gerät zum Anreißen hatte ich nicht.
Also die Konstruktion 1:1 Ausdrucken und auf die Seitenteile
kleben, aber mit Prittstift damit sie nacher wieder entfernt werden können

Bohrungen ankörnen und auf der Ständerbohrmaschine bohren.
Das Resultat konnte überzeugen, es passte.
Auf den Fotos könnt ihr euch einen Eindruck verschaffen wie der
Profiler jetzt aussieht.
Aluminium bis 6mm Fräser kein Problem mehr, der Aufwand hat
sich für mich gelohnt.
Mehr im Teil 4 "der Profiler braucht mehr Kraft"
Gruß
Rainer