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H-Brückenschaltung falsch ????

Der selbst balancierende einachsige Elektro-Roller

Postby thomas scherer » Sun Jul 05, 2009 12:00 am

Im Moment habe ich keine Idee, woher diese schnellen Rechteckschwingungen herrühren könnten. Ist das unabhängig von der Last?
Mit welchen Spannungen aus welchen Spannungsquellen betreibst Du die Schaltung?

Thomas
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Postby elektroniker1 » Wed Jul 08, 2009 12:00 am

Ich habe mal an IR Support geschrieben. Die empfehlen mir einen kleineren Widerstand für R29 und Parallel dazu eine Diode. (Anode to FET,Cathode to dirver) Heute ist auch mein Bestelltes Buch zu diesen Thema gekommen. Da ist es erklärt warum:

Wenn T1 (High Side) einschaltet, kommt es zu einem Potenzialsprung am Drain von T2. dadurch kann sich die Gate Kapazität aufladen. Daher wird empfohlen das Gate niederohmig anzusteuern und im ausgeschalteten Zustand eine negative Versorgungsspannung anzulegen. Die empfohlene Diode sorgt nun für eine schnelle Entladung ( Richtung LO pin) !

Aber all das war nicht mein Problem!
Dieses scheiß Conrad Labornetzteil kakt ab!

Ich habe jetzt in die Versorgung der Platine einen Filter geschaltet, und siehe da schon geht es!

Da bin ich drauf gekommen als ich einen großen Kondensator Parallel mit an das Netzteil gehangen hab. 12V war eingestellt und 0,8 A zeigte das Netzteil ohne C. Mit C stieg die angezeigte Spannung auf über 80V und der Strom auf über 18 A. Soviel kann das Netzteil gar nicht !

Wahrscheinlich verträgt es die Puls förmigen Stromstösse nicht!

Na ja, bauen wir denn Filter halt mit ein, eher mich die Post noch verhaftet weil ich sämtliche Frequenzen störe.

Nochmal Vielen Dank für deine Hilfe.
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Postby thomas scherer » Wed Jul 08, 2009 12:00 am

Super dass Du dran geblieben bist.
Die Erklärung mit dem Netzteil leuchtet mir ein, aber natürlich erst, nachdem Du das erklärt hast. Hinterher ist man ja immer schlauer

Ein Filter ist da eine gute Idee.
By the way. Was für eine Art Filter hast Du denn eingesetzt?
Eine Spule und ein Elko?

Um welche Art Netzteil handelt es sich denn? Eines mit Digitalanzeige? Das würde dann die unsinnigen Werte erklären, da die DVMs in solchen Geräten mit impulsförmigen Signalen eher schlecht umgehen können.
Auch Deine Erklärung, dass das Netzteil die Impulse nicht verkraftet ist logisch. Die schnellen Einbrüche traten ja bei HO auf, also wenn der obere Transistor eingeschaltet wird und somit Strom aus dem Netzteil fließt. Vermutlich ist seine Ausregelung viel zu träge.
Und so etwas lässt sich dann wirklich nur durch Wegpuffern bzw. Filter erledigen.

Danke dass Du uns alle an Deinen Erfahrungen teilhaben lässt!
Das hilft vielleicht dem einen oder anderen Nachbauer, den einen oder anderen Fehler nicht zu machen. Vielleicht demnächst auch mir
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Postby elektroniker1 » Wed Jul 08, 2009 12:00 am

habe die Filter Schaltung mal angehängt. Bitte fragt nicht nach der Grenzfrequenz. Habe die Schaltung von einem ehemaligen Arbeitskollegen. Dieser hat sie mir mal aufgemalt als ich Probleme mit einem AVR hatte. Dieser hat sich ständig Reset, weil ein Schaltregler mit auf der Platine wahr. Seitdem baue ich immer auf meine AVR Platinen diesen Filter. Wenn jemand lust hat könnt ihr ja mal die Grenzfrequenz ausrechnen. Müsste laut Formelsammlung mindestens 2. Ordnung sein.

Das Netzteil hat Digitalanzeigen und regt mich so langsam auf.

Habe nochmal in den Elektor Plan geschaut.
1. Das ganze wird von Batterie versorgt. Diese dürfte kaum aussteigen.

2. Die Versorgungsspannung der Driver IC´s ist separat über denn Spannungsregler MIC2941 sichergestellt. Außerdem liegt diese mit 15V ganze 9V unter der Eingangsspannung. Der Regler sollte also kein Problem habe das ganze auszuregeln.

Das 2. ist glaube ich ein ganz wichtiger Punkt. Es muss sichergestellt werden das der Driver eine Stabile Versorgungsspannung erhält. Am besten mit einem extra Netzteil oder Trafo. (Masse Minus verbunden)
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Postby thomas scherer » Thu Jul 09, 2009 12:00 am

Ja, der Filter schützt das IC. Die Grenzfrequenz für Spukle und erstes C ist aus dem Kopf bei etwa 800 Hz und bei der zweiten Stufe mit R und C bei ca. 400 Hz.

Und Deine Überlegung ist richtig, dass das Steuer-IC von den Störimpulsen der Stromversorgung der Last entkoppelt sein muss. Entweder mit einem eigenen Spannungsregler oder durch getrennte Versorgung oder eben durch nen Filter

Thomas
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